Das österreichische Consulting-Institut GUA hat im Auftrag des europäischen Kunststofferzeugerverbandes PlasticsEurope eine Studie verfasst zum Thema "Der Beitrag von Kunststoffprodukten zur effizienten Nutzung von Resourcen". Die Aufgabe der Studie war, die Einsparungen abzuschätzen beim Energieverbrauch und bei der Klimagasemission, wenn Kunststoffe ersetzt würden durch andere Werkstoffe. Die Angaben für den westeuropäischen Bereich sind hochinteressant:
21 % des Kunststoffmarktes lässt sich realistischerweise überhaupt nicht substituieren.
Die Substitution der Kunststoffe dort, wo es möglich sein dürfte, resultiert in einem zusätzlichen Energieverbrauch von 1,2 Milliarden GJ/Jahr. Das entspricht der Leistung von 11 bis 12 Kernkraftwerken mit jeweils durchschnittlich 1000 MW.
Die Nutzung der Alternativwerkstoffe würde 100 Millionen t/Jahr zusätzlich emittierten CO2 bedeuten. Das entspricht etwa einem Drittel der vom Kyoto-Protokoll fixierten Reduktionsziele für den Zeitraum 2000 bis 2005 der Länder EU-15.